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Invasion in Leverkusen (16.05.2009) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Samstag, den 16. Mai 2009 um 12:44 Uhr

Nach dem Auswärtssieg am Mittwoch in Cottbus ging es gleich am Samstag für 8 Missionare und Borussenfreunde in den mittleren Teil des niederrheinischen Tieflands, wobei zwei Borussen schon am Freitag nach Essen reisten und dort das Musical „Ich will Spaß“ besuchten.

 

Ziel war aber nicht Leverkusen, sondern die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, die zwar auch am Rhein, aber auch an dem namensgebenden Flüsschen Düssel liegt. Die über eine halbe Millionen Einwohner zählende Stadt trägt im Wappen einen Anker, der die Beziehung zur Rheinschifffahrt darstellt, und das Wappentier der bergischen Herzöge, den Bergischen Löwen. Die Stadtfarben rot-weiß trifft man häufig beim Rosenmontagsumzug an, der zu den drei größten Karnevalsumzügen in Deutschland zählt. Düsseldorf pflegt eine Städtepartnerschaft mit Chemnitz und besitzt seit 1288 das Stadtrecht und somit auch das Braurecht. Da es diesmal keine gemeinsam geplante Invasion war, traf man sich an der „Längsten Theke der Welt“. Bei den vielen Borussen in der Altstadt und den über 300 Kneipen, Diskotheken und Restaurants war es aber nicht so einfach, den Treffpunkt Brauhaus „Zum Uerigen“(bedeutet soviel wie „Zum Seltsamen“) zu finden. Bei der Vielzahl der Brauhäuser lief einem das Wasser schon sprichwörtlich im Munde zusammen. Dank Telefone traf man sich und ließ das Altbier laufen. Vorbeigehende Fans von Leverkusen wurden bejubelt und irgendwann kam die Zeit, den Weg ins Stadion zu nehmen. Das Düsseldorfer Stadion ist in das Messegelände integriert und schlecht ausgeschildert. Viele Borussen irrten um das Stadion und suchten ihren Eingang. War man erst einmal im Innenbereich, musste man feststellen, dass die Toilettenkapazität nicht ausreichte. Das Banner durfte auch nirgends angebracht werden, schließlich sollte jeder die tolle Werbung sehen. Die Invasion stand unter dem Motto „ALLE IN WEIß“ und etwa 25000 Borussen folgten dem Aufruf, darunter unsere Freunde von den Ränzelstechern, ForeverYoung und Isselfohlen. 2 Missionare mit ihren Freunden traf man auch erst im Block. Die Kulisse war überwältigend, schaffte Heimspielatmosphäre und da Leverkusen in der Arena noch kein Spiel gewinnen konnte, war die Hoffnung auf wenigstens einen Punkt umso größer.

Zum Spiel: Unser Trainer Hans Meyer veränderte die Mannschaft nach dem Sieg in Cottbus auf einer Position. Er brachte Tomás Galasek für den verletzten Paul Stalteri. In der 9.Minute spielte Filip Daems auf Roberto Colautti, der am Fünfmeterraum die Pille nicht richtig traf. Der Nachschuss von Patrick Paauwe verfing sich in der Abwehr. Es folgten zwei Kopfbälle der Gastgeber durch Sinkiewicz und Helmes. Viele hatten den Kopfball von Helmes schon im Tor gesehen, jedoch reagierte unser Torwart Logan Bailly super und hielt die „Null“ fest. Unsere Fohlen waren bemüht und kamen immer wieder vor das Tor von René Adler. Eine Torchance erspielten sie sich aber nicht. Fast überraschend fiel dann das Tor. Helmes passte auf Kießling, der in unseren Strafraum lief und aufs Tor schoss. Er zielte unhaltbar für Logan Bailly ins lange Eck und traf den Innenpfosten genau in dem Moment, als die Gladbacher Kurve eine Hüpfaktion vorbereitete. Noch war nichts verloren und so feuerten alle Borussen unsere Fohlen an. Einige Fans testeten die Qualität der Sitzreihen im Stadion und bauten diese ab. Leverkusen ruhte sich dank der Führung aus und unsere Mannschaft wirkte verkrampft und ideenlos. Als die meisten gedanklich schon in der Halbzeitpause waren, spielte Castro auf seinen Mannschaftskollegen Helmes und dieser traf das Tor zum 2:0 Pausenstand. Die Stimmung im Block fiel auf den Gefrierpunkt und kaum einer hatte noch Hoffnung auf einen Punktgewinn.

Nach der Halbzeitpause standen Marko Marin und Sebastian Schachten für Alex Baumjohann und Patrick Paauwe auf dem Rasen. Sebastian Schachten ging in die Abwehrkette und Tobias Levels rückte ins Mittelfeld vor. Durch Marko Marin entstanden dann auch wieder Strafraumszenen. So köpfte Roberto Colautti eine Flanke unplatziert in die Arme von Adler. Kurz darauf spielte Marin den Ball flach in den Strafraum, kein Gladbacher erreichte diesen. Dafür kam Michael Bradley an den abgewehrten Ball und vergab aus guter Position amateurhaft. Die Bayer-Werkself tat nicht mehr als nötig und bei einem harmlos wirkenden Angriff wurden die Grenzen unserer Spieler aufgezeigt. So kam Tomas Galasek beim Laufduell mit Renato Augusto nicht hinterher und konnte das Anspiel auf Castro nicht verhindern. Kein Abwehrspieler konnte mehr eingreifen und so lief er unbedrängt auf Logan Bailly zu und drehte den Ball um ihn ins lange Eck. Damit war auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf einen Punktgewinn erloschen. Die vielen angereisten Gladbacher sahen sich erschrocken an und kaum einen interessierten die Zwischenstände auf den anderen Plätzen. Unsere Spieler schienen nun das Fußballspielen eingestellt zu haben und so schienen nur die Gastgeber zu spielen. Unter großen Beifall feierte Bernd Schneider sein Comeback nach der Operation an einer Bandscheibe im April 2008. Unser Trainer Hans Meier schickte zeitgleich Oliver Neuville für Roberto Colautti auf den Platz. Oliver Neuville zog von der Strafraumgrenze auch kurz darauf ab und Adler musste sich lang machen, um den Schuss abzuwehren. Es war aber nur ein kurzes Strohfeuer. Bernd Schneider spielte kurz darauf auf Kadlec, der aus kurzer Distanz schließlich auch ins Tor traf. Die letzten Minuten dieses Spieles nutzten nun auch Borussen, um sich schon vor dem Eintreffen der Massen ein schönes Plätzchen in der Altstadt zu sichern oder ohne Stress den Zug nach Hause zu bekommen. Ihnen blieb das Eigentor von Dante erspart, der beim Abwehrversuch unbedrängt den Ball mit dem Außenrist traf, obwohl er ihn wohl eher mit dem Innenspan spielen wollte. Vielen Fans fiel schon weit vorher auf, dass der Ball immer schneller wurde, wie es meist bei Nässe der Fall ist. Ob es daran lag oder nicht, jedenfalls zappelte die Pille zum fünften Mal im Netz und es blieb bei dem Ergebnis.

Fazit: Im letzten Spiel feierten die Leverkusener ihren ersten Sieg in der LTU-Arena und wieder waren es unsere Fohlen, die dem Gegner halfen, deren Negativserien zu beenden.

Nur durch die Niederlagen der direkten Konkurrenten Bielefeld und Cottbus können wir hoffen, im Oberhaus der Liga zu verbleiben. So bleibt es spannend und am letzten Spieltag entscheidet sich, was mit unserer Borussia passiert. Mit einem Sieg oder Unentschieden gegen die falsche Borussia bleiben wir erstklassig, jedoch bei einer Niederlage und Siegen von Cottbus und Bielefeld beginnt das große Zittern. Dann würden drei Mannschaften 30 Punkte haben und das Torverhältnis entscheidet über die Relegation oder gar den Gang in die Liga 2. Hoffen wir, dass nicht wieder ein Torverhältnis uns Trauern lässt. Für einige Borussen gestaltete sich die Heimfahrt.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. März 2013 um 21:39 Uhr
 
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