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Invasion in Gelsenkirchen (22.11.2008) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Samstag, den 22. November 2008 um 13:00 Uhr

Die Invasion ins Ruhrgebiet in die ehemalige Stadt der 1000 Feuer unternahmen Samstag früh 8 Missionare mit einem Taxi, an dessen Steuer zur Freude aller, wieder einmal Matze saß.


Gut vorbereitet startete man die Invasion mit lecker Verpflegung, Musik und eigens erstellter Kinofilmankündigung ab Köthen. Die Fahrt ging „Auf Schalke“, nein, nicht auf den gleichnamigen Berg im Oberharz im Landkreis Goslar, sondern in das 2001, unter dem Namen „Arena Auf Schalke“, errichtete Multifunktionsstadion mit Dach, eigener Kapelle für Taufen und Hochzeiten und einem beweglichen Spielfeldrasen. Gelsenkirchen ist die elftgrößte Stadt NRWs mit über 270 000 Einwohnern und gehört zum Regierungsbezirk Münster. Diese Region wurde um 700 n.Chr. von den Sachsen besiedelt. Der Name Gelstenkerken tauchte etwa 1265 erstmals auf und wird als Kirche bei den Siedlern im Bruchland gedeutet. Erst im Jahre 1875 erhielt Gelsenkirchen das Stadtrecht, nachdem es durch das „schwarze Gold“ und der Ansiedlung von Schwerindustrie ein bedeutender Standort wurde. Heute gibt es in Gelsenkirchen keine Kokereien und Zechen mehr, nur der Name der Schalker Fußballfans erinnert noch an diese Zeiten.

Sie nennen sich „die Knappen“ - ein Knappe ist ein Bergmann nach erfolgreich abgeschlossener Lehre und ihre Heimspielstätte ist die Veltins-Arena, welche das Ziel war. Das Wetter hielt an diesem Tag allerlei Überraschungen bereit und so konnte man einen Autofahrer bei Glatteis beobachten, wie er sein Auto über alle drei Fahrspuren drehte und dabei kein anderes Auto berührte oder bei einer Rast soviel Schnee lag, dass spontan Schneebälle flogen. Je näher man dem Zielort kam, lag weniger Schnee, dafür erhöhte sich die Anzahl der blau-weißen Fans. Auf dem Gästeparkplatz angekommen, traf man die Freunde aus Bergtheim und Borussen von den Starken Sachsen. Am Stadion durften wieder mal ausgewählte Borussen zum Alkoholtest und einigen wurde der Zutritt erst einmal verwehrt. Diese konnten nach einer halben Stunde noch einmal hin und kamen dann fast alle hinein. Es gab vorm Spiel noch eine Gedenkminute für Schalkes langjährigen Mannschaftsbetreuer Charly Neumann und dann begann das Spiel.

Zum Spiel: Unser Trainer Hans Meyer brachte zwar die Spieler, die im Heimspiel gegen Bayern das Unentschieden erkämpft hatten, stellte dieser aber taktisch anders auf. Kurz nach der Gedenkminute vergab Kuranyi eine hundertprozentige Torchance, als er den Ball nach einer Freistoßflanke vor dem Tor von Uwe Gospodarek stehend Richtung Hallendach schoss. Dies war Glück für unsere Fohlen, denn obwohl Kuranyi im Abseits stand, blieb die Fahne des Linienrichters unten. Beide Mannschaften spielten danach nach vorn und so sah man ein temporeiches Spiel. Fast überraschend viel dann auch der Führungstreffer für die Gastgeber. Der Schalker Bordon spielte einen langen Ball auf Kuranyi, der die Pille zu Rakitic weiterleitete. Danach spielte Rakitic den Ball quer, Kuranyi ließ ihn durch und so kam der Ball vor die Füße von Halil Altintop. Dieser lief allein auf Uwe Gospodarek zu und schoss die Pille unhaltbar an den Innenpfosten und ins Tor. Es war sein erstes Saisontor. Unsere Fohlen schienen durch den frühen Rückstand geschockt und so spielte Kuranyi den Ball mit der Hacke auf Farfan. Auf dem Weg in den Strafraum zupfte unser Geburtstagskind Tobias Levels den Brasilianer am Trikot und dieser fiel dankend in den Strafraum. Schiedsrichter Dr. Drees zeigte auf den Punkt und den Elfmeter lupfte der Gefoulte in die Tormitte. Nach der 2:0 Führung hatten unsere Fohlen jetzt mehr Raum und Chancen. Nach einer Ecke von Johannes van den Bergh und Kopfball von Steve Gohouri hatten einige Borussen die Pille schon im Kasten gesehen, leider landete sie nur auf dem Tornetz. Wenig später war es dann soweit, Alexander Baumjohann spielte im richtigen Moment auf Rob Friend in den Strafraum. Unser Kanadier ließ Bordon recht alt aussehen und schob die Kugel an Schalkes Torwart Manuel Neuer vorbei ins Netz. Der Block feierte und hoffte auf einen weiteren Treffer wie am letzten Wochenende. Die Hoffnung wurde aber fast mit dem Halbzeitpfiff zu Nichte gemacht, als unsere Fohlen durch einen schnellen Konter fast überlaufen wurden. Wieder war es Halil Altintop, der im richtigen Moment von Engelaar angespielt wurde. Der Versuch Halil Altintop ins Abseits laufen zu lassen, wurde durch Tobias Levels verhindert und so konnte der Schalker nach 2 Jahren wieder einen Doppelpack erzielen. Bei diesem Treffer hatte unser Torwart auch keine Chance.

Nach der Pause blieben Tobias Levels und Johannes van den Bergh auf der Bank und dafür kamen Christian Dorda und Karim Matmour. Die erste Chance war dann der Distanzschuß von Karim Matmour, der nur knapp am Tor vorbei ging. Die Schalker taten dann nicht mehr als nötig und hätten den Sack zu machen können, als Farfan nach einem Einwurf Christian Dorda davon lief und zielgenau in den Lauf von Kuranyi flankte. Dieser brachte es wieder fertig die Pille noch am leeren Tor vorbei zu lenken. Seine spätere Auswechslung untermalten die eigenen Fans mit Pfiffen. Vorher hatte Rob Friend die große Möglichkeit den Anschlusstreffer zu erzielen, als er allein vor Neuer im Strafraum stand und die Pille übers Tor schoss. Marko Marin zeigte noch eine schöne Einzelaktion, als er sich durch den Schalker Strafraum dribbelte und seinen Lupfer Manuel Neuer gerade so zur Ecke klären konnte. Etwas später hatten unsere Fohlen Glück als Schiedsrichter Dr. Jochen Drees die Handabwehr von Rob Friend auf unserer Torlinie nicht sah, der Pfiff ausblieb und der wahrscheinliche Platzverweis nicht vergeben wurde. Die letzte Chance im Spiel hatten wieder die Gastgeber. Der ausgewechselte Kevin Kuranyi hatte wohl bei seiner Auswechslung seine Treffsicherheit Gerald Asamoah mit auf den Weg gegeben, denn er vergab auch seine hundertprozentige Chance mit einem Schuss in Richtung Hallendach. Dann war Schluss.

Fazit: Nach 2 Monaten gelang den Schalkern wieder ein Heimsieg, wobei unsere Fohlen seit der Saison 1992/93 in Gelsenkirchen nicht mehr gewonnen haben.

Unsere Mannschaft hat auch in diesem Spiel gezeigt, dass sie Fußballspielen können, leider wurden die wenigen Torchancen nicht genutzt. Es gibt für die Mission Klassenerhalt noch viel zu tun. Ein wichtiger Schritt dahin wäre der Heimsieg gegen die Cottbuser Mannschaft am nächsten Wochenende. Alle fanden den Weg zum Taxi und nach einer doch längeren Wartezeit konnten wir die Heimreise starten. Das Wetter verschonte uns mit Schnee und Eis. Wir kamen zügig voran und die letzten Getränke wurden noch aufgebraucht. Kurz nach Mitternacht war auch der letzte Missionar dann zu Hause angekommen.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. August 2012 um 19:22 Uhr
 
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