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Invasion in Wolfsburg (28.10.2008) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Dienstag, den 28. Oktober 2008 um 13:05 Uhr

Zur Invasion in die Volkswagenstadt brachen 18 Missionare und Freunde mit dem Bus auf, der zum Pokalspiel in Cottbus schon einmal als Reisegefährt diente.


Am Steuer saß diesmal ein anderer Busfahrer, warum wäre reine Spekulation. Die Fahrt war mit einem Stop beim BFC “Bökelbären“ geplant und so machte man sich schon vorm Kaffeetrinken auf. Es ging in die heute sechsgrößte Stadt Niedersachsens, die am 01.Juli 1938 unter dem Namen „Stadt des Kraft durch Freude-Wagens bei Fallersleben“ gegründet wurde. Sie war als Wohnort für die Mitarbeiter des bei Fallersleben gegründeten Volkswagenwerkes gedacht und entstand parallel zum Aufbau des Werkes. Der Standort für das Werk fiel auf das Urstromtal der Aller und war verkehrstechnisch durch den Mittellandkanal, der Autobahn Berlin - Hannover, der Eisenbahnstrecke Berlin-Ruhrpott und der Nähe zur Industriestadt Salzgitter erschlossen. Auf Weisung der britischen Besatzer erhielt die Stadt am 25.Juli 1945 den Namen Wolfsburg in Anlehnung an das Schloss „Wolfsburg“. Dieses war ursprünglich ein Wohnturm und dann eine mittelalterliche Niederungs- und Wasserburg, die erstmals 1302 urkundlich erwähnt wurde. Der Name leitet sich aus dem Wappentier der Erbauer ab. Die Adelsfamilie derer von Bartensleben führte einen springenden Wolf über zwei Getreidegarben im Wappen, daher der Name Wolfsburg.

Es ging aber zu dem Fußballverein, der im selben Jahr der Stadtumbenennung entstand. Im Bus wurden die neuen Mitfahrer begrüßt und mit bester Laune traf man im Lokal am Mittellandkanal ein. Dort begrüßte man Freunde und feierte mit Ihnen bis der Sonderbus zum Stadion kam. Im Stadion angekommen machte man sich alsbald hinein. Vorher musste man alle Taschen in die bereitgestellten Behälter entleeren, das Banner zeigen, um anschleißend mit einem Mitarbeiter an die Stelle gebracht zu werden, an der das Banner angebracht werden durfte. Im Stadion drehte ein kleiner Zeppelin seine Runden und alle warteten auf die Mannschaften, wobei kein Borusse heute wirklich eine Sensation erwartete, eher eine erhoffte.

Zum Spiel: Unser Trainer Hans Meyer brachte zur Verwunderung vieler Borussen im Tor nicht Christofer Heimeroth, sondern unseren dritten Torwart, der eigentlich sonst zwischen den Pfosten in der Regionalliga steht, Frederic Löhe. Es war auch zugleich sein erstes Bundesligaspiel. Weiterhin kam für Marko Marin Johannes van den Bergh und Hans Meyer stellte das Spielsystem um. Unsere Borussen versteckten sich nicht und zeigten sich am Anfang öfters vorm Tor des Wolfsburger Torwarts Benaglio. Etwa nach 10 Minuten kam Thomas Klein frei zum Kopfball, aber konnte diesen nicht gefährlich aufs Tor bringen. Im Gegenzug klärte Filip Daems noch rechtzeitig vor Misimovic. Dann ließ der oft überfordert aussehende Sebastian Svärd eine Flanke zu, die Dzeko an die Latte köpfte. Etwas später flankte Karim Matmour in den Strafraum, wo Michael Bradley den Ball annahm, aber dann zu weit vorlegte und nicht mehr zum Abschuss kam. Frederic Löhe eilte bei einer Szene an die Strafraumgrenze, faustete den Ball vor Dzeko weg und genau vor die Füße von Hasebe. Dieser traf aber zum Glück das leere Tor nicht und so bleib es weiter torlos. In der Folge erspielte sich keine Mannschaft eine zwingende Torchance. Fünf Minuten vor der Halbzeit sprang Frederic Löhe mit den Beinen vorneweg dem Wolfsburger Grafite entgegen und holte ihn im Strafraum von den Beinen. Der Pfiff von Schiedsrichter Michael Kempter ertönte und der gefoulte Spieler trat selbst an und traf. Kurz darauf verletzte sich Filip Daems bei einem Zweikampf mit Grafite und musste ausgewechselt werden. Es blieb bei der 1:0 Pausenführung für die Gastgeber.

Nach dem Wiederanpfiff hätten die Wolfsburger ihre Führung erhöhen können. Wieder war es Sebastian Svärd, der kurz vorm Strafraum einen Wolfsburger foulte. Den Freistoß schoss Misimovic über die Mauer und ans Außennetz. Der Treffer ließ aber nicht lange auf sich warten und so war es der Bekannte Angstgegner der Borussia Alexander Madlung, der nach einem Freistoß von Misimovic den Ball mit dem Kopf über die Torlinie beförderte. Die Fohlen spielten jetzt verunsichert weiter und so machte z.B. Roel Brouwers einen Rückpass, auf den Grafite spekulierte. Zum Glück ergab sich keine Torchance. Es folgte ein wahrer „Gelbregen“ innerhalb kürzester Zeit für unsere Fohlen. Unser Trainer brachte jetzt Marko Marin und kurz darauf Oliver Neuville für Michael Bradley und Johannes van den Bergh. Es folgten aber Chancen für die Gastgeber durch Gentner, Dzeko und Zaccardo ehe Gal Alberman den Wolfsburger Gentner im Strafraum von den Beinen holte und es erneut Elfmeter gab. Eine Viertelstunde vor Schluss verwandelte Misimovic sicher zum 3:0. Die Wolfsburger hatten genug und so plätscherte das Spiel ohne weitere Höhepunkte bis zum Schlusspfiff dahin.

Fazit: Bis zur Halbzeit und dem Elfmeter hatten unsere Mannen gut mitgespielt, aber danach erfolgte kein Aufbäumen. Der Gastgeber spielte in Bestbesetzung, bot aber keinen tollen Fussball für einen UEFA-Cupteilnehmer.

Der Elfmeter brachte den Gastgebern Sicherheit und erst danach gab es Chancen. Der junge Schiedsrichter Michael Kempter scheint gern bei Spielen unserer Borussia gegen uns auf den Punkt zu zeigen. Durch die drei Elfmeter im diesjährigen DFB-Pokalspiel gegen Energie Cottbus ist er bei uns schon in bleibender Erinnerung. Fünf Elfmeter in zwei Spielen durch ein und denselben Schiedsrichter sprechen für sich. In seinen 4 bisherigen Bundesligapartien pfiff er 3 Elfmeter(2 für Bayern, 1 für Doofmund). Die Leistung unserer Fohlen muss sich schnellstens erheblich steigern, sonst bleiben wir lange im Tabellenkeller. Enttäuscht ging es zum Bus. Es wurde zwar noch viel über das Spiel und die Einzelleistungen der Spieler diskutiert, aber Lust am Feiern kam nicht mehr auf und so widmete sich der überwiegende Teil der Nachtruhe. Etwa gegen halb drei war auch diese tolle Busfahrt beendet

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. August 2012 um 19:22 Uhr
 
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