Bundesliga

Tippspiel

Statistiken

Seitenaufrufe : 177220

uddeIM Notifier

Sie sind nicht eingeloggt.

Wintertrainingslager 2016 in Belek PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Freitag, den 15. Januar 2016 um 10:12 Uhr

Für das Wintertrainingslager 2016 entschied sich die Vereinsführung unserer Borussia aus Mönchengladbach zum dritten Mal in Folge für das "MAXX ROYAL" an der türkischen Riviera in Belek.

Vom 07.01.-14.01.2015 schlugen sie dort ihre Zelte auf. Die Borussenfans aus der Mitte der neuen Bundesländer folgten ihnen in zwei Gruppen am Freitag und Sonnabend. Der Großteil startete am Freitag um die Mittagszeit von Berlin-Tegel mit SunExpress nach Antalya. Während einige Borussen das Rail&Fly-Ticket nutzten, wagten die anderen die Anreise mit dem Auto. Auf vereisten Straßen und bei leichtem Schneefall ging es für sie problemlos in die Bundeshauptstadt. Im Terminal C traf man sich und nach der Begrüßung wurden die ersten Hopfentees getrunken. Den Flieger nutzten auch der Präsident Helge Leonhardt von Erzgebirge Aue und Manager Ralph Kühne vom Halleschen FC. Kurz vor dem Start mussten sie eine Flugration für ein Mixgetränk der Flugbegleitung geben, welches sie nach der Landung zurückbekamen. Problemlos erreichte der Flieger sein Ziel und vor Ort musste man auf den Bus warten. Im Bus der 18 anreisenden Borussen fuhren noch weitere Touristen mit, die bei ihren Hotels würdig verabschiedet wurden. Der Biervorrat des Busses reichte nicht aus und so machte der Busfahrer einen Stopp zur Proviantaufnahme. Irgendwie reichte dieser aber nicht für alle und so musste manche trockene Kehle bis zum Hotel „Voyage Belek Golf & Spa“ auf ein Getränk warten. Ausgehungert trafen sich alle am Büffet wieder und auch in diesem Jahr wohnten einige in einer „Villaunterkunft“, in diesem Jahr aber zu dritt oder zu fünft. Am ersten Abend wurden die Freunde begrüßt und mit ihnen die Zeit bis in den Morgenstunden an den Bars und der Disco vertrieben und manch einer genehmigte sich zu später Stunde noch eine Mahlzeit im Yaki Yaki Restaurant bevor man sich im Fanhaus zu diversen Gesprächen traf.

Samstag

Nach dem Frühstück traf man sich zum gemeinsamen Spaziergang zum Trainingsgelände unserer geliebten Borussia. Nachdem Schöni die beiden Banner aufgehangen hatte, fachsimpelte man während des Trainings bei mitgebrachten Getränken über alles Mögliche. Während dieser Zeit wurde eine „Villaunterkunft“ über 2 Etagen mit separaten Bädern mit Whirlpool und Swimmingpool vor der Terrasse gegen ein Doppelzimmer im Haupthaus mit Blick aufs Meer getauscht, ehe auch sie das Trainingsgelände erreichten. Am Ende der Trainingseinheit begann die Autogramm- und Fotojagd auf die Profis, wobei es sich in diesem Jahr gefühlt schwieriger gestaltete als die anderen Jahre. Als man danach zurück zum Hotel ging, waren 9 Borussen gerade mit TürkischAirlines von Leipzig aus auf dem Weg über Istanbul nach Antalya. Zum Nachmittagstraining gingen schon weniger Borussen, aber dank Schöni hing das Banner. Die sportliche Betätigung blieb nicht aus und so wurden neben Tischtennis auch Darts geworfen, das Wasser im Pool getestet und Fußball gespielt oder sie gönnten sich Massagen. Am Abend nahmen einige Missionare beim Bingo im Hotel mit, während andere die Nachzügler begrüßten. Ein befreundeter Borussen gewann Bingo und lief mit seinem Gewinn und einer Medaille um den Hals Stolz durchs Hotel. Auch diesen Abend wurden bis in die frühen Morgenstunden Fachgespräche geführt und Freundschaften, wie mit dem Schweizer Vinczenzo, geknüpft, während einige die Liveübertragung der Beerdigung von Motörhead-Frontmann Lemmy in Los Angeles sahen.

Sonntag

Nach dem Frühstück ging es zum Trainingsgelände und wieder brachte Schöni pflichtbewusst das große Banner an. Diesmal wählte er die im letzten Jahr gern genutzte Stelle der Kyffhäuserfohlen. Direkt vor dem Banner machte die Mannschaft eine Trainingseinheit und dabei entstand ein schönes Foto mit dem Banner und einigen Spielern. Unser Trainer Andre Schubert ließ später wieder auf dem gesamten Spielfeld Angriff und Verteidigung üben und unterbrach, um das Positive und auch Negative bei der Umsetzung zu erklären. Am Ende der Trainingseinheit begann die Autogramm- und Fotojagd auf die Profis, wobei viele recht schnell im Hoteltaxi saßen. Manche gaben aus diesem aber doch noch ein paar Autogramme. Am Nachmittag ging die Mannschaft in den Kraftraum ihres Hotels und so nutzten die Borussen den freien Nachmittag zum Entspannen im Hotelzimmer oder an der Strandbar sowie im Spabereich oder beim Bowlen. Während das übliche Abendprogramm folgte, waren einige Borussen beim Testspiel auf dem Gloriatrainingsgelände oder schliefen bereits.

Montag

Das schöne Wetter hatte sich verabschiedet, aber der leichte Regen hielt nicht alle Borussen davon ab, nach dem Frühstück zum Trainingsgelände zu gehen. An diesem Tag hing das Banner der Kyffhäuserfohlen an seinem „Stammplatz“, aber auch das Große der Borussen-Mission hing dank Schöni. Während des Trainings der Mannschaft kam Borussias Vereinspräsident Rolf Königs zur Tribüne und unterhielt sich mit den Borussen und bedankte sich für ihr erscheinen. Nach dem Training standen wieder nur wenige Spieler länger bei den Fans und die Fanbeauftragten teilten mit, dass die Mannschaft am Nachmittag frei hat und kein Training stattfindet. Manche Borussen nutzten die Zeit und liefen oder fuhren mit einem Taxi in die Stadt, manche gingen geocachen, am Strand spazieren, joggten bis der Schmerz kam oder entspannten im Hotel, bevor man sich am Abend wieder zu Gesprächen und Gesellschaftsspielen wiedertraf.

Dienstag

Da am Nachmittag zwei Testspiele auf dem Programm standen, entfiel das morgendliche Training. Viele Borussen nutzten die Zeit zum Ausruhen und bevor zu den Testspielen ging, wurde das obligatorische Bannerfoto am Meer gemacht. Das erste Testspiel des Winter-Trainingslagers erfolgte auf dem Trainingsplatz unserer Borussia gegen den türkischen Erstligisten Sivasspor Kulübü vor etwa 500 Zuschauern .Die türkische Mannschaft aus der zentralanatolischen Stadt Sivas ist derzeit Viertletzter. Geschichtlich gesehen ist die Stadt Sivas eine alte Stadt, die schon über 2000 Jahre vor Christus existiert und in der heute über 300000 Menschen leben. Die Fohlenelf, die von Trainer André Schubert im gewohnten 4-4-2-System aufgeboten wurde, fand gleich gut in die Partie, die vom Schiedsrichter Fevzi Ciftci gepfiffen wurde. Nicht einmal eine Minute war gespielt, als sich Josip Drmic und Julian Korb in den gegnerischen Sechzehner kombinierten, und der Rechtsverteidiger im letzten Moment am Abschluss gehindert wurde. Kurz darauf verfehlte Marlon Ritter mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp das Tor. Auch in der Folge präsentierte sich unsere Borussia ballsicherer und zielstrebiger auf dem Weg nach vorn. Nach etwa zehn Minuten legte Granit Xhaka den Ball auf Thorgan Hazard zurück, dessen Direktabnahme aus halblinker Position hauchzart am Ziel vorbeiflog. Von den Spielern von Sivasspor war offensiv lange Zeit nichts zu sehen, einen Schlenzer von Akin entschärfte Torwart Tobias Sippel problemlos. Auf der Gegenseite sorgte Josip Drmic schließlich für die verdiente Führung für die Fohlenelf. Der Schweizer ließ seinen Gegenspieler mit einer geschickten Körpertäuschung ins Leere laufen und verwandelte zum 1:0. Bis zur Pause blieb es bei diesem Spielstand.

Im zweiten Durchgang dauerte es etwas, bis die unveränderte Fohlenelf wieder Fahrt aufnahm, da Sivasspor nun etwas aktiver am Geschehen teilnahm, ohne dabei aber gefährlich zu werden. Die ersten aussichtsreichen Abschlüsse der zweiten Hälfte von Thorgan Hazard und Marlon Ritter wurden noch abgewehrt oder verfehlten das Ziel. Nach etwa einer Stunde vergab Josip Drmic die größte Chance zum 2:0. Nach einem Fehler in der Abwehr von Sivasspor reagierte der Schweizer blitzschnell, spitzelte den Ball am herausstürzenden Torwart Setkus vorbei und traf nur den Außenpfosten. Das Spiel fand zusehends im Mittelfeld statt, ehe Sivasspor zum überraschenden Ausgleich kam. Der Sivassporer Chahechouhe schoss aus der Distanzknapp und der Ball flog unhaltbar für Tobias Sippel halbhoch ins linke Toreck. Unsere Fohlenelf kamen in der Nachspielzeit zurück. Das heutige Geburtstagskind Branimir Hrgota machte sich selbst ein Geschenk und schob nach einer sehenswerten Kombination über die eingewechselten Djibril Sow und Steffen Nkansah zum späten Siegtreffer ein. Während die einen Borussen Platz in den zwei Bussen zum nächsten Testspiel fanden, nahmen die anderen die Banner ab. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis die Busse wieder zurück waren und den Rest der Borussen zum Arcadia Football Center brachten.

In vorherigen Trainingslagern spielte unsere Borussia oft auf diesem Platz, zuletzt vor 2 Jahren gegen St.Gallen. Die Banner wurden von den üblichen Borussen an der Bande platziert, da die Fans des Gegners in der Überzahl waren und näher am Fangnetz, wo sonst die Banner hingen. Bevor im Arcadia Football Center Borussias unter Flutlicht das zweites Testspiel des Tages angepfiffen wurde, gedachten die Spieler und die etwa 500 Zuschauer, von denen etwa 200 für Berlin und vielleicht etwas mehr als 150 für Borussia waren, der Opfer des Anschlags vom Vormittag in Istanbul. Borussias Trainer André Schubert hatte eine Elf auf den Platz geschickt, die so auch beim Rückrundenauftakt gegen die jüngere Borussia aus Dortmund beginnen könnte. Vor Torwart Yann Sommer verteidigten Nico Elvedi, Neuzugang Martin Hinteregger, Andreas Christensen und Oscar Wendt, die Doppelsechs bildeten Mahmoud Dahoud und Havard Nordtveit, die Flügel wurden von Neuzugang Jonas Hofmann und Fabian Johnson besetzt und im Angriff begannen Raffael und Lars Stindl. Beide Teams begannen die Partie sehr engagiert, aber ohne Torchancen. Mehr als zwei Ecken für die Berliner und eine für Borussia gab es nicht zu sehen. Nach etwas mehr als 20 Minuten wurde es erstmals gefährlich vor dem Borussentor. Der Berliner Darida, wobei kein Herthaner einen Namen auf dem Trikot hatte, brachte einen Freistoß an den Fünfmeterraum und Stark kam zum Kopfball, welcher kein Problem für Yann Sommer war. Kurz darauf folgte die erste gute Gelegenheit für Fabian Johnson, dessen Schuss von der Strafraumlinie aber Herthas Torwart Jarstein abwehren konnte. Kurz darauf hatte unsere Fohlenelf Glück als Darida nach einem Missverständnis zwischen Andreas Christensen und Mo Dahoud im Abseits stand. Der Berliner wäre allein auf Yann Sommer zugelaufen. Es folgte eine Chance für Herthas Ibisevic, der aber an Yann Sommer scheiterte. Bei einem Kopfball von Martin Hinteregger stieß dieser unglücklich mit einem Herthaner zusammen und musste kurz behandelt werden. Unsere Fohlen waren kurze Zeit in Unterzahl, da lief Raffael los, ließ das halbe Berliner Mittelfeld stehen und steckte schön zu Fabian Johnson durch, der Jarstein umkurvte und das 1:0 erzielte. Es folgten Chancen für die Berliner durch Kalou und Ibisevic, die erfolglos blieben. Schiedsrichter Bilal Hancioglu pfiff pünktlich zur Pause.

Unser Trainer Andre Schubert brachte für Nico Elvedi zur zweiten Hälfte Nils Rütten, der ins defensive Mittelfeld rückte. Dafür übernahm der heutige Kapitän Havard Nordtveit die rechte Verteidigerposition. Kurz nach dem Seitenwechsel bauten die Fohlen ihre Führung aus. Mo Dahoud lief mit den Ball über den Platz, sah dann den mitgelaufenen Raffael und bediente den Brasilianer, der überlegt ins lange Eck traf. Zehn Minuten später gelang dem aktuellen Bundesliga-Dritten aber doch der Anschlusstreffer. Plattenhardt zirkelte einen direkten Freistoß unhaltbar für Yann Sommer um die Mauer zum 1:2. Die Berliner wurden nun stärker und drängten auf den Ausgleich, der prompt durch Haraguchi gelang. Dieser tauchte frei vor Yann Sommer auf, ließ unserem Schweizer keine Abwehrchance und traf zum Ausgleich. Unsere Fohlen hatte in der Folge noch eine Gelegenheit durch Neuzugang Jonas Hofmann, doch ein Berliner konnte zur Ecke klären. In der Schlussphase hatten die Berliner mehr Spielanteile, ohne sich jedoch zwingende Gelegenheiten zum Siegtreffer zu erarbeiten. Kurz vor dem Ende brachte Trainer Schubert wohl zum Testen Bilal Sezer und Kristian Pedersen, jedoch waren es nur wenige Einsatzminuten und es blieb bei einem leistungsgerechten Unentschieden. Dies hatten da schon viele Borussen nicht mehr mitbekommen, da sie zu den beiden Bussen strömten, um noch rechtzeitig im Hotel etwas am Büffet zu bekommen. Die Herthafans wunderten sich darüber. Sie hatten ihre Spieler lautstärker unterstützt, was man nicht gewohnt war. Auf unserer Seite fand sich kein Borusse, der als Vorsänger oder Anheitzer fungierte wollte und so gab es nur bei den Toren etwas von uns zu hören. Wie zu erwarten war, dauerte es lange, ehe die Busse den Rest abholten und auch das Büffet war bei deren Ankunft bereits geschlossen. In diesem Hotel verhungert aber niemand und so gingen sie später zum Yaki Yaki Restaurant. Den letzten Abend verbrachten viele unserer Reisegruppen in ihren Hotelzimmern, schließlich sollte es eine kurze Nacht werden. Ein paar Hartgesottene blieben bis Mitternacht.

Mittwoch

Bevor das Frühstücksbüffet öffnete, saß die Reisegruppe nach Berlin-Tegel bereits im Bus zum Flughafen Antalya. Einen Verpflegungsbeutel gab es nicht, da die Hotelleitung meint, man könne ja im Yaki Yaki Restaurant frühstücken und man benötigt daher kein Reiseproviant. Es würde nicht zur Philosophie des Hotels gehören. Naja, auf dem Weg zum Flughafen wurden noch Hamburg- und Rostockfans eingesammelt und unproblematisch warteten alle auf den Rückflug. Bei der Einreise in Berlin nutzten viele Borussen die neue Passkontrolle, bei der der Reisepass eingescannt und ein Foto gemacht wird. Ein Computer oder einer der Beamten entscheidet und öffnet die Tür. Als alle ihre Koffer hatten, verabschiedete man sich und alle traten die Heimfahrt an, wobei die Borussen aus Köthen entsetzt feststellen mussten, dass jemand zwei Scheiben am Reisegefährt zerkratzt hatte. Am Abend erreichte auch die zweite Reisegruppe, die über Istanbul nach Leipzig flog, glücklich ihr zu Hause. Hier eine Auswahl der zur Verfügung gestellten BILDER aus Belek 2016

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 18. Januar 2016 um 21:24 Uhr
 
Valid XHTML & CSS | Template Design Peter | Copyright © 2011 by Borussen-Mission