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Invasion in Leipzig (16.09.2017) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Donnerstag, den 21. September 2017 um 18:56 Uhr

Wie im vorigen Jahr mussten unsere Fohlen am vierten Spiel der Saison in die Stadt am Zusammenfluss von Weißer Elster, Pleiße und Parthe ins Zentrum der Leipziger Tieflandbucht.

Leipzig wurde erstmals 1015 als „Stadt der Linden“ durch Thietmar von Merseburg erwähnt und erhielt 1165 durch Markgraf „Otto der Reiche“ von Meißen das Stadt- und Marktrecht. 1409 wurde die „Alma Mater Lipsiensis“ gegründet. Die Universität Leipzig zählt zu den ältesten noch existierenden Universitäten Deutschlands und hat ihr Motto „Aus Tradition Grenzen überschreiten“ gilt für fast 30 tausend Studierende. Zahlreiche Seen sind um die Stadt nach der Rekultivierung der Braunkohletage-baue entstanden bzw. entstehen und die Stadt ist die zehntgrößte Stadt der Republik. Relativ jung ist das Unternehmenskonstrukt RB. Das Unternehmen hatte erst versucht bei FC St.Pauli, 1860 München oder Fortuna Düsseldorf einzusteigen, scheiterte dort aber an den Änderungswünschen (Name, Wappen, Farben). Dagegen sah es beim FC Sachsen Leipzig besser aus, aber hier hatten die protestierenden Fans und der DFB etwas dagegen, da man einen zu großen Einfluss des Investors befürchtete. Bekanntlich erfolgte im Mai 2009 die Gründung und Übernahme des Startrecht des SSV Markranstädt in der fünftklassigen Oberliga Nordost für die Saison 2009/10. Was im Westen, Norden und Süden der Republik scheiterte, wurde mit der Übertragung des Spielrechts durch den Nordostdeutschen Fußballverband genehmigt. Mit minimaler Mitgliederzahl, derzeit etwa 17, erfolgte 2016 der Aufstieg in die höchste Spielklasse und gleich im ersten Jahr gelang die Vizemeisterschaft. Ein Grund war sicherlich, dass der Verein keine Leistungsträger aus finanziellen Gründen verkaufen musste, wie es bei fast allen Aufsteigern bisher der Fall war, ein anderer Grund, dass ausreichend Geldmittel für Investitionen in Millionen Euro zur Kadererweiterung vorhanden sind. Das Vereinskonstrukt spaltet die Fußballfans und zeigt, dass unsere Sportart mehr und mehr zum Event wird. Wie bei Events üblich, müssen bei diesem Verein bereits Kinder zahlen, egal in welchem Alter sie sind. Für den Sitzplatzbereich der Gäste sogar den vollen Preis, da es dort zwar eine freie Platzwahl gibt, aber kein ermäßigtes Kartenkontingent oder wie in anderen Vereinen in Mitteldeutschland eine sogenannte „Null Euro-Karte“ für Kinder unter 6 Jahren. Einige Borussen schluckten die bittere Pille, zahlten den Preis und reisten mit dem Nachwuchs mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und Autos an. Um das Stadion herum traf man sich in den gastronomischen Einrichtungen oder später im Stadion. Da die Ultras eine Choreographie planten, wurden die Banner und Fahnen nicht angebracht und pünktlich waren alle im offiziell ausverkauften Stadion, welches, wie im letzten Jahr, doch viele leere Plätze hatte. Ob hier jemand aus statistischen Gründen die nicht verkauften Eintrittskarten erwirbt, damit es doch als ausverkauft registriert wird, ist nicht bekannt.

Zum Spiel: Unser Trainer Dieter Hecking veränderte die Startelf gegenüber dem letzten Heimspiel gegen die Adler aus Frankfurt auf einer Position, Jonas Hofmann begann für Patrick Herrmann, der mit Mickaël Cuisance, Reece Oxford, Julio Villalba, Fabian Johnson, Tobias Sippel und Raúl Bobadilla auf der Ersatzbank Platz nahm. So begann die Fohlenelf mit Yann Sommer im Tor, Nico Elvedi, Matthias Ginter, Jannik Vestergaard und Oscar Wendt bildeten die Abwehr, im Mittelfeld standen Jonas Hofmann, Denis Zakaria, Christoph Kramer und Thorgan Hazard und im Angriff Raffael und Lars Stindl. Unsere Fohlen waren in diesem Jahr hellwach. Vor 360 Tagen fiel nach 6 Minuten bereits der Führungstreffer für die Heimmannschaft und dies während der 19:00 selbst auferlegten Schweigeminuten der Gästefans, die auch an diesem Tag durchgeführt wurden. Dieses Mal hatten die Borussen auf dem Rasen selbst eine Chance zur schnellen Führung. Freistehend konnte Jonas Hofmann nach Anspiel von Lars Stindl leider nicht das Spielgerät im Netz unterbringen. In der Folgezeit bauten die Leipziger ihr Spiel auf und wieder war es Timo Werner, der dieses Mal kurz vor dem Ende der Schweigeminuten der Gästefans den Führungstreffer erzielte. Die Fohlenelf wirkte verunsichert, aber jetzt waren die Anhänger der Borussia lautstark da. Bei einem Angriff wurde Jonas Hofmann durch Bernardo im Strafraum attackiert, Schiedsrichter Marco Fritz benutzte die Pfeife und entschied auf Strafstoß. Diese Chance ließ sich Thorgan Hazard nicht nehmen. Er ließ Gulacsi im Tor von Leipzig keine Chance und verwandelte sicher zum Ausgleich. Der Gästebereich des Stadions war glücklich, wobei die Hausherren recht schnell eine Antwort parat hatten. Nach einem Zuspiel von Keita stand Augustin frei vor Sommer und er vollstreckte. Schade, Yann wäre zum Helden geworden, hätte er solch eine Chance abgewehrt. So gingen die Spieler von Rasenballsport wieder in Führung. Die Leipziger zogen sich nun zurück und die Fohlen hatten mehr vom Spiel. Lars Stindls Versuch wurde von Torwart Gulasci noch abgewehrt und Raffael bekam den Rebound. Leider konnte er diese Großchance zum Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nicht nutzen, da das Spielgerät knapp am rechten Pfosten vorbei flog.

Fohlentrainer Dieter Hecking musste einen Wechsel vornehmen, so blieb Jonas Hofmann in der Kabine und Patrick Herrmann kam in die Partie. Er zeichnete sich gleich aus und verhinderte in letzter Sekunde eine Chance von Forsberg. Die Borussen waren in der Folge das bestimmende Team und RB lauerte nur noch auf Konter. Einen Konter durch Werner konnte Yann Sommer abwehren und dann fiel durch Lars Stindl der ersehnte Ausgleich. Denis Zakaria eroberte den Ball und passte auf Lars, der die Kugel unhaltbar ins lange Eck bugsierte. Wieder brach die Freude im Gästeblock aus. Ob es heute zum Sieg reicht? Es folgte eine weitere Chance durch Raffael, aber sein Schuss flog am Tor vorbei. Kurz vor dem Ende des Spiels gab es für Keita die Rote Karte, nachdem er mit zu hohem Bein das Gesicht von Christoph Kramer traf. Der Schiedsrichter Marco Fritz wartete erst die Auskunft des Videoschiedsrichters ab und schickte ihn dann zum Duschen. In der Folgezeit hatte Oscar Wendt noch die größte Chance zum Siegtreffer, aber sein Schuss flog in die Arme von Gulasci. Es blieb beim 2:2 Unentschieden.

Fazit: Schönes Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten, drei Punkte waren heute möglich. Am Ende verdient etwas Zählbares mitgenommen!

Es war ein schönes Spiel, aber im Block gab es im Sitzplatzbereich nicht nur Anfeindungen zu Heimfans im Nachbarblock sowie Becherwürfen auf beiden Seiten, nein, selbst im Block gibt es kaum noch Rücksichtnahme. Vor Spielbeginn wollten Borussen aus welchen Gründen auch immer, einen anderen Borussen verprügeln, was nur durch das Einschreiten anderer verhindert wurde und in der Halbzeitpause fragten Borussen, ob bestimmte Plätze frei wären, den Wunsch, die Sicht aber bitte nicht zu verstellen, da andere zum Sitzen gezwungen waren, wurde anschließend ignoriert und darauf angesprochen, erhielt man die Antwort „Wenn du sitzen willst, kauf dir Karten für die Tribüne!“. Leider war bei den Sitzplätzen „Freie Platzwahl“, schade, dass es schon soweit bei uns in der Fanszene gekommen ist. Mit dem Punktgewinn machten sich alle glücklich auf und die Borussen aus Mitteldeutschland waren mal zeitig zu Hause. Einige Zugreisende erinnerten sich an frühere Zeiten und besorgen sich die „Zugverpflegung“, die sie sich bei der Auswertung des Spiels im Zug schmecken ließen...hier Bilder

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 21. September 2017 um 19:12 Uhr
 
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