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Invasion in Wolfsburg (03.12.2017) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Donnerstag, den 14. Dezember 2017 um 12:50 Uhr

Zum zweiten Mal in diesem Jahr ging es für viele Missionare auf die derzeit drittkürzeste Anreise zu einem Pflichtspiel unserer Borussia.

Am ersten Adventsonntag machten sie sich mit Autos individuell auf dem Weg und parkten in Sichtweite zu dem einen rot angestrahlten Schornstein der Autostadt. Seit 2003 gingen die Fohlen dort nicht mehr als Sieger vom Platz. Im Mai dieses Jahres reichte es am vorletzten Spieltag der letzten Saison auch nicht. Zwar führte die Fohlenelf durch ein Kopfballtor von Jannik Vestergaard, aber der damalige Trainer der Wolfsburger Andries Jonker vertraute auf Mario Gomez, der den Ausgleich erzielte. Auch die Unterbrechung wegen des starken Maigewitters half den Fohlen nicht und es blieb beim Unentschieden. Seit September betreut nun der ehemalige Mainzer Trainer Martin Schmidt die Autostädter und in den bisherig zehn Ligaspielen gab es erst einen Sieg, 8 Unentschieden und 1 Niederlage. Viele Borussen hofften nun auf den langersehnten Sieg. Der an diesem Tag gefallene Schnee führte zum Glück zu keinen großen Beeinträchtigungen und so traf man sich in Stadionnähe. Seit längerem muss man für Speisen und Getränke auch außerhalb des Stadions eine Stadionverzehrkarte ausleihen, wobei man auch ein Guthaben auf die eigene EC-Karte buchen kann. Ob die darauf befindlichen Daten für irgendwelche Statistiken genutzt und gespeichert werden, wurde aber nicht erwähnt. Das Banner wurde angebracht, wobei erstaunt festgestellt wurde, dass an diesem Tag wenige Fahnen den Oberrang zierten. Bevor aber das Spiel in der nicht ausverkauften Arena angepfiffen wurde, veranstalteten die Gastgeber erst einmal ein Spektakel. Wie bei Sportarten in den USA üblich, wurde das Betreten des Rasens mit Lichteffekte und Musik inszeniert, es fehlte nur noch, dass jeder Spieler der Heimmannschaft einzeln auf den Rasen gerufen und mit Fontänen begrüßt wurde. Die eigenen Fans sind wohl nicht stimmgewaltig genug, dass man solch eine Show veranstaltet. Zum Glück haben wir dies im Borussiapark nicht nötig.

Zum Spiel: Unser Trainer Dieter Hecking kehrte an eine seiner alten Wirkungsstätten zurück und wechselte nur auf zwei Positionen gegenüber dem Heimsieg gegen die Bayern. Tony Jantschke und Vincenzo Grifo ersetzten die Verletzten Christoph Kramer und Patrick Herrmann. Sie begannen mit Yann Sommer im Tor, Oscar Wendt, Tony Jantschke, Jannik Vestergaard und Nico Elvedi in der Abwehr, Thorgan Hazard, Matthias Ginter, Vincenzo Grifo und Denis Zakaria im Mittelfeld sowie Raffael und Lars Stindl im Sturm. Bei winterlichen Bedingungen waren die Borussen noch nicht richtig auf dem Platz angekommen, da nahm das Unglück schon seinen Lauf und wieder war Gomez beteiligt. Seine Hereingabe von der Grundlinie fand den Weg zum freistehenden Ex-Borussen Malli, der unseren Torwart Yann Sommer keine Chance ließ und die Führung für die Hausherren nach nicht einmal 5 Minuten erzielte. Als Torjubel gab es wieder eine „Lichtshow“, irgendwie albern. Sollten wir wieder am Ende mit leeren Händen dastehen? Wenig später folgte eine Chance für die Fohlen durch einen Flachschuss von der Strafraumgrenze durch Matthias Ginter, aber dieser stellte keine Probleme dar. Die Hausherren kombinierten und die Fohlen liefen meist nur nebenher. Meist deckten die Hausherren schon die Anspielstationen an unserem eigenen Sechzehner und Yann Sommer blieb keine andere Wahl als das Spielgerät weit nach vorn zu spielen, teilweise gelangte so der Ball gleich zum Gegner. Ein Freistoß von Vincenzo Grifo aus knapp zwanzig Metern und ein Abschluss von Oscar Wendt waren weitere Chancen, die kein Problem für Wolfsburgs Schlussmann Casteels darstellten. Dagegen sah es bei den Hausherren leichter aus und so war es Malli, der einen Pass über die Abwehr auf den gestarteten Didavi spielte und dieser mit einem Lupfer den herauseilenden Yann Sommer überwand und ins Tor traf. Wenn Thorgan Hazard solch einen Lupfer in der Vergangenheit probierte, blieb der Erfolg aus, gegen uns ist er da und die Hausherren hatten ihren zweiten Treffer mit Lichtshow. Wenig später musste auch noch Tony Jantschke ausgewechselt werden, für ihn kam Michaël Cuisance. Die Mannschaft wurde deshalb umgestellt und wirkte stabiler. Die Fohlen kombinierten nun mehrfach bis in den Strafraum, weil die Hausherren es zuließen, doch der Abschluss war das Problem. Innerhalb von zwei Minuten trafen Thorgan Hazard und Lars Stindl zwar ins Tor, jedoch verstummten die Freuden bei den Borussen recht schnell, denn beide Treffer wurden wohl zurecht wegen Abseitspositionen nicht gegeben. Die letzte Chance vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Benjamin Cortus hatte Thorgan Hazard, der frei aufs Tor vom Schweizer Casteels lief, aber viel zu überhastet abschloss und deutlich das Ziel verfehlte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts, die Hausherren überließen den Fohlen das Spiel und lauerten auf Konter. Unsere Fohlen hatten zwar viel Ballbesitz, aber kreierten daraus keine Chancen, die Wolfsburger dagegen schon. So war unser Schweizer im Tor bei einem Flachschuss von Origi auf dem Posten und auch bei einem Schuss von William. Sein Landsmann Casteels hatte auf der anderen Seite keine Probleme mit dem Schuss von Thorgan Hazard aufs kurze Eck. Es kam aber noch bitterer für die Fohlenfans. Ein Wolfsburger Angriff wurde nur halbherzig verteidigt. Matthias Ginter beförderte den Ball flach aus dem Strafraum, aber leider zentral dorthin, wo weit und breit kein eigener Mann stand. Guilavogui bedankte sich und zog aus 28 Metern einfach ab. Ob der Ball aufs Tor gekommen wäre, ist nicht sicher, aber Denis Zakaria fälschte beim Abwehrversuch den Schuss unhaltbar für Yann Sommer ab und so mussten alle Borussen zum dritten Mal die Lichtshow erleben. Auch die anschließenden Versuche von Oscar Wendt und Lars Stindl brachten keine Tore und keine Ergebniskorrektur. Somit gab es im 18-ten Spiel in der Autostadt die 14-te Niederlage, was für eine schlechte Bilanz!

Fazit: Wer nicht konzentriert bei der Sache ist, holt keine drei Punkte in der Autostadt!

Egal mit welcher Mannschaft wir dort spielen, wir scheinen das Siegen dort verlernt zu haben oder winkt bei einer Niederlage eine besondere Prämie für ein neues Auto vom Sponsor? Zum Glück war die Reise in die Heimat nicht so lang, wobei es auf dem Parkplatz noch zu einer Szene kam, wo man nur mit dem Kopf schütteln kann. Ein Besucher des Spiels wollte beim Verlassen des Parkplatzes das Reißverschlußverfahren nicht mitmachen und klebte an der Stoßstange des vor ihm befindlichen Autos. Es stellte sich heraus, dass der Fahrer Anhänger der blau-weißen Mannschaft aus der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt ist und er kein Auto mit Missionaren mit einem Kennzeichen aus der rot-weißen Hallorenstadt vorlässt. Was für Probleme manche Mitmenschen haben, muss man nicht verstehen. Am Ende kamen alle unversehrt zu Hause an, hier ein paar Bilder.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Dezember 2017 um 12:55 Uhr
 
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