Bundesliga

Tippspiel

Statistiken

Seitenaufrufe : 145938

uddeIM Notifier

Sie sind nicht eingeloggt.

DFB-Pokalachtelfinale gegen Leverkusen (20.12.2017) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Montag, den 25. Dezember 2017 um 13:10 Uhr

Zum letzten Pflichtspiel im Jahr 2017 machten sich auch einige Missionare mit dem Auto auf zum Borussiapark. Ein Kleinbus voller Missionare startete an der Elbe und ein Auto mit Missionaren, einem Borussiafreund und einem Starken Sachsen im Süden, um gemeinsam unsere Fohlen im Achtelfinale des 75.-sten DFB-Pokals gegen die Werkself des Pharmakonzerns aus Leverkusen zu unterstützen.

In den sechs bisherigen Begegnungen in diesem Wettbewerb gingen unsere Fohlen fünf Mal als Sieger vom Platz, dabei gewannen sie alle vier Heimspiele. Zu diesem Anlass wurde ein Rautenkasten von einem Missionar gefertigt und da das Reisegefährt ausreichend Platz bot, wurden zum Entspannen auch zwei Liegen eingeladen. Der Kleinbus startete 430 Minuten nach Mitternacht und ohne größere Wartezeiten auf den Autobahnen ging es voran. Auch wenn ein Missionar nicht am Steuer einer Straßenbahn saß, steuerte er sicher den Kleinbus nach Mönchengladbach. Vor 2 Monaten gab es diese Begegnung dort zwischen unserer Borussia und der Werkself im Ligaalltag am neunten Spieltag bereits. Am Ende stand eine bittere hohe Niederlage auf der Anzeigetafel, die aber nicht die höchste Heimniederlage gegen den rechtsrheinischen Vertreter war. Nun hatte sich in der Zwischenzeit leider das Lazarett bei unseren Fohlen noch weiter gefüllt und so gab es viele Diskussionen auf der Fahrt, was heute wohl möglich wäre. Bevor es zur Stärkung ins „gladbach“ ging, sah man sich den Baufortschritt für das neue Hotel an und dann wurde eine Schachtabdeckung mit Raute für einen Missionar zum Weihnachtsfest erworben. Die Sachen brachte man im Anschluss in die Unterkunft und nach ein paar Altbier ging es zum Stadion. Dort fand das Banner einen Platz und man begrüßte bekannte Gesichter. Das Spiel wurde aber nicht pünktlich angepfiffen. Bedingt durch die Anstoßzeit und die fast 50 000 Zuschauer, die das DFB-Pokal-Achtelfinale im Borussiapark ansehen wollten, gab es ein hohes Verkehrsaufkommen um das Stadion. In diesem befand sich auch ein weiterer Missionar, der durch den späteren Anpfiff nicht den Anstoß verpasste. Der Gästebereich im Oberrang blieb trotzdem leer und auch im Unterrang war noch genügend Platz, was viele im Hinblick auf die kurze Anreise und die Bedeutung des Spiels nicht verstehen konnten, vielleicht mussten ja die zahlreichen Fans eine Sonderschicht im Pillenwerk machen!

Zum Spiel: Unser Trainer Dieter Hecking musste gegenüber dem letzten Heimspiel leider verletzungsbedingt auch auf Raffael verzichten, für kam der da gelbgesperrte Denis Zakaria zurück. So begannen die Fohlen mit Yann Sommer im Tor, Oscar Wendt, Jannik Vestergaard, Matthias Ginter und Nico Elvedi in der Abwehr, Thorgan Hazard, Patrick Herrmann, Reece Oxford und Denis Zakaria im Mittelfeld sowie Michael Cuisance und Lars Stindl im Sturm. Mit diesen Spielern betrat die jüngste Fohlenelf seit 1991 den Rasen. Beide Mannschaften waren sofort da und es entwickelte sich ein rasantes Pokalspiel. Nach nicht einmal fünf Minuten hatten die Gäste die erste Chance. Nach einer Ecke stand Lars Stindl an der richtigen Stelle und klärte vor der Linie. Kurz darauf ging ein Kopfball vom frei stehenden Brandt aber zum Glück vorbei. Unsere Fohlen versteckten sich nicht und kombinierten sich sehenswert an und in den gegnerischen Strafraum. Der Torwart der Leverkusener hatte bei der Abwehr von Lars Stindls Distanzschuss seine Mühe und den Flachschuss von Thorgan Hazard lenkte er noch an den Pfosten. Leno war wenig später auch da, als Lars Stindl schnell auf Patrick Herrmann spielte und dessen Abschluss aus neuen Metern er abwehren konnte. Auch die Leverkusener konnten einen Ball von der Linie kratzen. Nach einer schönen Kombination über Michael Cuisance und Patrick Herrmann traf Thorgan Hazard im Fallen das Spielgerät, leider fehlte da die Kraft und Retsos konnte vor der Linie klären, es wäre sonst wohl ein Kullertor geworden. Kurz darauf hätte Schiedsrichter Manuel Gräfe Leverkusens Havertz gerechterweise vom Platz stellen müssen. Dieser schlug Matthias Ginter erneut den Arm ins Gesicht, er hatte wohl nicht daraus gelernt, dass er beim ersten Ellenbogeneinsatz gegen Matthias bereits schon gelbverwarnt wurde. Unverständlicherweise für viele Fußballfans im Stadion und an den Fernsehgeräten stellte ihn der Berliner Gräfe nicht vom Platz, warum, bleibt sein Geheimnis. Ist er vielleicht Hertha Sympathisant und hat die Heimniederlage gegen uns nicht verkraftet? Die letzte Tormöglichkeit vor dem Pausentee hatte Nico Elvedi. Nach Flanke von Patrick Herrmann flog sein Kopfball knapp über das Tor.

Nach dem Seitenwechsel lies Leverkusens Trainer Heiko Herrlich, der 55 Spiele für unsere Borussia absolvierte und unrühmlich mittels Arbeitsverweigerung und anderer unprofessionellen Verhaltensweisen seinen vorzeitigen Wechsel zur Ruhrpottborussia mit Hilfe des DFB und einer hohen Ablösesumme schaffte, den rotgefährdeten Havertz in der Kabine. Die Fohlen bestimmten sofort das Spiel. Michael Cuisance zwang Leno mit einem Distanzschuss zur Parade. Kurz darauf hätte die Fohlenelf in Führung gehen müssen. Thorgan Hazard sicherte sich an der Mittellinie den Ball und lief alleine in Richtung Leno, leider scheiterte auch er am Leverkusener Schlussmann. Die Borussen drängten auf den Führungstreffer und die Werkself stand tief in der eigenen Hälfte. Nach einem Freistoß von Thorgan Hazard versuchte es Lars Stindl aus dem Rückraum mit einem Direktschuss, aber ein Leverkusener Fuß klärte kurz vor der Torlinie zur Ecke. Die Fohlen liefen an, doch die Gäste konnten den Torabschluss immer verhindern und so kam es, wie viele Stadionbesucher bereits vermuteten. Einem jungen Fohlen passierte ein Annahmefehler auf Höhe der Mittellinie und Volland war der Nutznießer, der blitzschnell handelte und auf den gestarteten Bailey passte. Dieser lief alleine auf Yann Sommer zu und anders als sein Gegenüber Bernd Leno, konnte er den Führungstreffer für die Gäste nicht durch eine Glanztat verhindern. Im zwanzigsten Pflichtspiel der Saison wurde es nichts mit der fünften „Weißen Weste“. Hat die Fohlenelf ein Torwartproblem?

Die Fohlen gaben alles und drängten auf den Ausgleich. Eine kuriose Szene soll nicht unerwähnt bleiben, da sie noch über Jahre zur Erheiterung betragen wird. In einer Spielszene wollte Denis Zakari sich schnell den ins aus rollenden Ball holen, der genau auf Heiko Herrlich zurollte. Dieser wollte ihn aber nicht stoppen und öffnete die Beine, damit er weiter rollen konnte. Er stand somit aber auch im Laufweg des jungen Fohlens. Dieser berührte ihn leicht beim Ausweichen. Wie vom Blitz getroffen oder ausrutschend, was einige Zuschauer erst vermuteten, fiel der gebürtige Mannheimer schauspielerisch zu Boden. Es sollte wohl eine Tätlichkeit durch Denis Zakaria darstellen, was dank der guten Sicht des Schiedsrichters und auch durch Aufzeichnungen, aber nicht zur Roten Karten führte. Für dieses unsportliche Verhalten bekommt er sicher seine Quittung und es zeigt, dass er nicht die Raute im Herzen trägt. Unser Trainer Dieter Hecking reagierte kurz darauf und brachte mit Vincenzo Grifo, Bobadilla und Josip Drmic alles, was irgendwie offensiv zu gebrauchen war. Die Borussen kämpften, was die Zuschauer im Stadion merkten und bedingungslos ihre Fohlenelf unterstützten. Die Gäste verstanden es mit Geschick und dem nötigen Glück sich zu verteidigen. Eine der wenigen Chancen hatte Vincenzo Grifo, dessen Schuss knapp am Tor vorbei segelte. Eine andere hatte mit einem Kopfball Jannik Vestergaard, leider landete dieser auf dem Tornetz. Die Gäste konnten sich immer mal befreien und gegen Ende des Spiels stürmte sogar Yann Sommer, dem nichts mehr im Tor hielt. Es sollte an diesem Tag aber nicht zum sechsten Weiterkommen gegen die Werkself reichen und auch die Serie war gebrochen.

Fazit: Nach tollem Spiel am Ende leider nicht belohnt worden, aber erhobenen Hauptes und mit einem Schmunzeln im Gesicht ausgeschieden!

Nachdem die Mannschaft für ihre kämpferische Leistung nach dem Spiel in das Weihnachtsfest verabschiedet wurde, ging es auf ein paar Kaltgetränke noch ins Fanhaus und auch in der Unterkunft gab es noch Gespräche. Die Szene mit Schwalbenkönig Heiko stand dabei ganz oben, bevor irgendwann alle in den Betten waren. Zum Frühstück kamen nach und nach dann alle Mitreisenden und nach der Verabschiedung fuhr jedes Reisegefährt seine Route nach Hause. Im Kleinbus machte sich „Björn-out“ breit und man steuerte mit neuem Fahrer von einem Stau in den Nächsten. Es sind wohl immer noch viele Pendler unterwegs und da am Wochenende der Heilige Abend ist, waren die Freitagspendler wohl schon einen Tag früher unterwegs. Zeit für ein gemeinsames Mittagessen zum Abschluss nahm man sich auch nicht und so machten sich nach der Ankunft am Startpunkt alle auf zu ihrem zu Hause. Alle freuten sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest und das sie diese unvergessliche Reise unternommen hatten, hier ein paar Bilder.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. August 2018 um 09:32 Uhr
 
Valid XHTML & CSS | Template Design Peter | Copyright © 2011 by Borussen-Mission