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Invasion in Leipzig (02.12.2018) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Donnerstag, den 06. Dezember 2018 um 18:05 Uhr

Zum vierten Mal ging es für viele Borussen zu einem Bundesligaspiel unserer Fohlen in die größte Stadt Sachsens, die mehr Einwohner hat als die drei größten Städte Sachsen-Anhalts zusammen.

Bisher spielten die Fohlen in der Bundesliga dort nur Unentschieden. Das erste Mal 1993 noch gegen den VfB Leipzig im alten Zentralstadion. 1991 hatte man sich beim 1.FC Lokomotive Leipzig dafür entschieden, sich in Erinnerung an den 1893 gegründeten späteren dreimaligen deutschen Meister VfB Leipzig umzubenennen. 1900 war der Verein ein Gründungsmitglied des Deutschen Fußball Bundes (DFB) und 1903 hielten sie als erste Mannschaft für den Gewinn der Meisterschaft durch den Sieg gegen den DFC Prag, einem jüdisch-deutschen Fußballverein der böhmischen Hauptstadt, in Altona den Siegerpokal Victoria hoch. Die Victoria war ein Wanderpokal, der für den Meister im deutschen Fußball von 1903 bis 1944 verliehen wurde. Seit Sommer 2015 kann man diesen im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund sehen. Zu dem neuen Verein wechselte 1992 unser Trainer Dieter Hecking von Waldhof Mannheim kommend und er stieg mit dem VfB in die Bundesliga auf. Am zehnten Spieltag traf Dieter Hecking mit dem VfB Leipzig im damaligen mit 100 000 Zuschauern fassenden größten Stadion Deutschlands auf Borussia Mönchengladbach. Das Spiel wollten am 02.Oktober 1993 im nicht überdachten Rund nur 10 200 Zuschauer sehen, darunter etliche Mönchengladbachfans und spätere Missionare. In der 66. Minuten gingen die Fohlen durch Bachirou Salou in Führung und kurz vor Schluss glich Dirk Anders für die Hausherren aus. Im Rückspiel auf dem Bökelberg wurden die Sachsen durch Tore von Martin Dahlin (3*), Thomas Kastenmaier, Michael Klinkert und Peter Wynhoff und dem Ehrentreffer durch Jürgen Rische mit 6:1 vor 19 000 Zuschauern nach Hause geschickt. Bei beiden Spielen stand Dieter Hecking auf dem Rasen. Am Ende der Saison standen die Fohlen auf Platz zehn, während die Sachsen die Rote Laterne mit nur drei Siegen (in Dortmund, gegen Karlsruhe, gegen Eintracht Frankfurt), elf Unentschieden und zwanzig Niederlagen nach einem Jahr aus der Bundesliga abstiegen und 2004 sich nach Insolvenz auflösten. Anders dagegen die Marke RB. Diese ist nun das dritte Jahr in der höchsten deutschen Fußballliga und hatte vor dem Spiel bereits 41 Siege und trägt seine Spiele in einem kleineren Stadion innerhalb des alten Zentralstadions aus. Über den ehemaligen Wall aus Trümmern des Zweiten Weltkrieges kommt man dorthin, aber wahrnehmen wird es kaum jemand. Da in und um Leipzig viele Missionare wohnen, trafen sich viele im Zentrum im „Augustiner“ und gemeinsam ging es nach einigen Kaltgetränken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Sportforum. Im Stadion traf man weitere bekannte Gesichter und gemeinsam folgte man wieder dem Aufruf „Stimmungsboykott“, wobei dieser von 19:00 Minuten aus Solidarität auf die erste Halbzeit erweitert wurde. Schade, denn in diesem Stadion sind die Gästefans richtig gut zu hören. Als Tabellenzweite kamen die Fohlen zum Tabellenvierten, die Hausherren hatten noch am Donnerstag ihr Spiel beim Dosenklub in Salzburg verloren und sind dadurch wohl aus der Europa League ausgeschieden. Viele Borussen hofften deshalb heute auf den ersten Auswärtssieg beim Dosenklub in Sachsen.

Zum Spiel: Trainer Dieter Hecking ersetzte den verletzten Matthias Ginter und Jonas Hofmann durch Tony Jantschke und Denis Zakaria und schickte gegenüber dem Heimsieg gegen H96 folgende Spieler auf dem Rasen. Im Tor stand Yann Sommer, Oscar Wendt, Nico Elvedi, Tony Jantschke und Michael Lang bildeten die Abwehr, davor standen Tobias Strobl, Denis Zakaria und Florian Neuhaus und im Angriff Lars Stindl, Alassane Plea und Thorgan Hazard. Gleich von Beginn an machten die Hausherren druck und kamen durch Timo Werner bereits nach 3 Minuten zum Führungstreffer. Wie in den beiden vorherigen Spielen in diesem Stadion erzielte Timo Werner den Führungstreffer. Unsere Fohlen scheinen ein Lieblingsgegner des gebürtigen Stuttgarters zu sein. Dies war sein 41-ster Treffer für den Dosenklub, warum hat er solche Freiheiten. Dies war der dritte Treffer des Schwaben im heimischen Stadion gegen die Fohlen während des Stimmungsboykotts der Borussiafans, die Trillerpfeifen schienen ihn nicht zu stören. Es dauerte fast zehn Minuten, ehe Florian Neuhaus Leipzigs Schlussmann Gulacsi prüfte. Die Hausherren ließen die Fohlen zwar spielen, lauerten aber auf Konterchancen. Die Fohlen hatten Chancen durch Lars Stindl, erst per Fuß und dann per Kopf, aber der Ausgleich wollte nicht fallen. Selbst Thorgan Hazard konnte den Abpraller des Kopfballs von Lars Stindl nicht über die Torlinie bringen, ein Leipziger verhinderte dies noch im letzten Moment. Kurz vor dem Pausenpfiff durch Schiedsrichter Markus Schmidt beteiligten sich wieder die Hausherren am Spiel und hatten durch Sabitzer, eine gute Möglichkeit. Sein Schuss flog am Kasten von Yann Sommer vorbei. In den letzten Sekunden des Stimmungsboykotts der Gladbachfans verloren die Fohlen den Ball beim Versuch den Ausgleich zu erzielen. Die Hausherren konterten schnell über Poulsen, Yann Sommer lief auf diesen zu, konnte aber das Abspiel auf den mitgelaufenen Werner nicht verhindern und dieser schob unbedrängt das Spielgerät ins leere Tor. Wieder traf Werner während des Stimmungsboykotts, diesmal sogar doppelt!

Wie zu erwarten, verteidigten die Hausherren erst einmal auch nach der Pause und warteten alle in der eigenen Spielhälfte weiter auf Konter. Bei dem Dauerregen landete eine Chance von Florian Neuhaus nur am Außennetz und den Distanzschuss von Lars Stindl wehrte Gulacsi ab. Bei einem weiteren Angriff ließ sich Denis Zakaria trotz Berührung nicht im Strafraum fallen und so blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm und es gab nur Eckball und keinen Elfmeter. Leider stellen die Ecken keine Gefahr für den Gegner dar und solch eine gute Standardsituation führte bei den Fohlen selten zum Tor. Kaum noch sieht man einstudierte Varianten, so wie am Anfang der Trainerzeit von Dieter Hecking, schade. Bei den Chancen von Sabitzer war zum Glück Yann Sommer zur Stelle. Es war ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Der für Florian Neuhaus eingewechselte Ibrahima Traore spielte auf Lars Stindl und dessen abgefälschter Ball landete nur am Aluminium, dass Glück war heute nicht auf der Seite der Fohlen. Etwa eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff setzte der Fohlentrainer alles auf Angriff und wechselte die Außenverteidiger Michael Lang und Oscar Wendt aus, brachte Michael Cuisance und Raffael und stellte die Abwehr um. Eine Großchance ergab sich noch, bei der erst Alessane Plea am Leipziger Schlussmann scheiterte und den Nachschuss Raffael weit übers Tor schoss. Bis zum Schlusspfiff fiel kein weiterer Treffer.

Fazit: Die Treffer nur während des Stimmungsboykotts bekommen, woran liegt es nur? Am Ende glücklos verloren.

Werner scheint daheim nur gegen die Fohlen zu treffen, wenn er durch seine eigenen Anhänger unterstützt wird und es noch keine Unterstützung der Fohlen aus dem Gästebereich kommt. Alle 4 Treffer fielen in der Zeit des Stimmungsboykotts!!!

Bei Regenwetter machten sich nicht nur die Missionare auf den Heimweg, gingen noch auf den Weihnachtsmarkt oder in gastronomische Einrichtungen. Am Ende des ersten Advents waren sie noch relativ zeitig wieder zu Hause und viele freuten sich schon auf das nächste Heimspiel, hier BILDER

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 07. Dezember 2018 um 21:07 Uhr
 
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