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Invasion in Berlin (28.02.2009) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Samstag, den 28. Februar 2009 um 12:32 Uhr

Kurz entschlossen machten sich 10 Missionare, Borussen und Freunde mit PKW’ s zur Invasion in die Bundeshauptstadt auf, die heute die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands ist.

Die Stadt entwickelte sich aus den beiden Kaufmannssiedlungen Berlin und Cölln, die zu beiden Seiten der Spree im heutigen Bezirk Mitte lagen. Die erste urkundliche Erwähnung Berlins findet man im Jahre 1244, wobei das Berliner Cölln schon 1237 erwähnt wurde und somit als Stadtgründung angesehen wird. Der Name Berlin wird auf die slawische Silbe für Sumpf (berl) zurückgeführt und der Berliner Bär wurde bereits 1280 in einem Stadtsiegel abgebildet. Bevor es aber ins Stadion der Olympischen Sommerspiele von 1936 ging, folgte man der Einladung der Spreeborussen und fuhr ins Spree-Eck. Dort waren fast alle bekannten Fanclubs vertreten und so traf man neben den Isselfohlen auch die Borussenfreunde aus Bergtheim. Bei frisch gezapften Diebels wurden etliche Anekdoten erzählt bis es Zeit wurde, die S-Bahn zum Stadion zu nehmen. Auf dem Umsteigebahnhof Westkreuz standen plötzlich die Borussen von den Ränzelstechern auf dem Bahnsteig und gemeinsam ging es dann zum Stadion. Während man noch auf die fehlenden 3 Missionare und 5 Freunde wartete, gab‘s erst mal Berliner Buletten zum Verzehr.

 

Leider waren die Ordnungskräfte recht eifrig und so mussten einige Borussen außerhalb des Stadions bleiben. Das Stadion war nicht ausverkauft, obwohl es Aktionen gab, wie: Kauf 2 Karten und du erhältst 3 oder eine Eintrittskarte ab einem Einkauf von 75 € im Supermarkt. Tja, woran dies wohl liegt? Der Gästeblock war jedenfalls gut gefüllt, auch wenn wir die „Rote Laterne“ haben.

Zum Spiel: Unser Trainer Hans Meyer musste krankheitsbedingt auf Tomás Galasek verzichten, für ihn kam Patrick Paauwe und auf der Linksverteidigerposition Tobias Levels für Christian Dorda. Die ersten Minuten tasteten sich beide Mannschaften ab, bevor die Hausherren unsere Fohlen in ihren Strafraum drängten. Es folgten Chancen für die Berliner, die unsere Mannschaft geschlossen abwehren konnte. Die spektakulärste Chance war die von Raffael, als er allein auf unseren Torwart Logan Bailly lief, aufs Tor schoss und Logan den Schuss mit dem Gesicht abwehrte. Mancher Torwart hätte da den Kopf wohl eher eingezogen. Unsere Fohlen versteckten sich nicht, jedoch war meist am Strafraum die Luft raus oder der Abschluss sah , wie bei Rob Friends Fallrückzieher, zwar gut aus, ging aber weit am Tor von Drobny vorbei. Eine weitere Chance für unsere Fohlen ergab sich nach einer Flanke von Karim Matmour, die Rob Friend auf Michael Bradley weiterleitete. Dessen Versuch die Pille ins Tor zu befördern, kam Drobny nicht nach und lenkte den Ball noch zur Ecke.

Die Ecke von Marko Marin wurde abgewehrt, Filip Daems kam an den Ball und versuchte durch einen Aufsetzer auf dem regennassen Rasen Drobny zu überwinden. Leider ging die Pille aber übers Tor. Das Spiel verflachte allmählich bis der Berliner Cicero, etwa von der Mittellinie aus, einen tollen Pass auf den wartenden Voronin spielte. Paul Stalteri und Filip Daems hatten nicht aufgepasst und so lief Voronin allein auf Logan Bailly zu. Die Liverpooler Leihgabe ließ sich diese Chance nicht entgehen und so schoss er die Pille knapp an der linken Schulter unseres Torwarts vorbei zur Führung ins Netz. Unsere Fohlen wirkten jetzt verunsichert und bei einer solchen Aktion wäre fast ein kurioser Gegentreffer passiert. Ein Abschlag von Logan Bailly landete direkt an den Hinterkopf von Rob Friend und eierte von da Richtung eigenes Tor. Zum Glück ging die Pille nicht rein. Die Unsicherheit legte sich zwar, aber auf beiden Seiten kam es zu keinen Chancen. Kurz vor der Halbzeit versuchte sich Alexander Baumjohann noch mit einem Distanzschuß, der aber ohne Wirkung blieb. Im Block stellte man sich schon auf den Halbzeitpfiff ein und unsere Spieler wohl auch. Nach einem Abwehrversuch kam der Ball über den Berliner Ebert zu Dardai, der aus etwa 15 Metern die Pille im kurzen Eck zur 2:0 Pausenführung für die „Alte Dame“ versenkte.

Unser Block war entsetzt, sollten wir wieder mit leeren Händen nach Hause fahren? Unser Trainer Hans Meyer blieb noch eine ganze Weile auf der Bank sitzen, ehe er seinen Spielern in die Kabine folgte. Nach der Pause kam Oliver Neuville für Karim Matmour und unsere Fohlen drängten die Gastgeber in ihre Spielhälfte. Unsere Fohlen wollten den Anschlusstreffer, aber leider konnte unser Olli seine Chancen nicht nutzen. Erst ging sein Schuss, nach tollem Anspiel von Michael Bradley, am langen Pfosten vorbei und kurz darauf traf er die Pille nach Zuspiel von Paul Stalteri nicht richtig. Etwa 10 Minuten danach zielte Marko Marin aus 18 Metern über die Querlatte und wurde kurz darauf vom Nationalspieler Arne Friedrich im Strafraum von den Beinen geholt. Schiedsrichter Peter Gagelmann zeigte sofort auf den Punkt. Michael Bradley schnappte sich die Pille und verwandelte sicher mit einem Flachschuss. Der Anschlusstreffer ließ unsere Kurve feiern. Unsere Fohlen drängten weiter und Chancen für Hertha wurden Seltenheit. Die Hauptstädter hatten große Mühe unsere Angriffe abzuwehren und verlagerten sich auf Konter. Eine dieser Chancen hätte Raffael zu einem weiteren Treffer nutzen können. Er scheiterte aber aus kurzer Entfernung an Logan Bailly. Unsere Fohlen versuchten viel, eine tolle Chance war der Freistoß von Marko Marin. Diesen zirkelte er an der Mauer vorbei ins kurze Eck. Drobny hatte aber aufgepasst und ließ einen Treffer nicht zu. Kurz darauf wollte Roberto Collautis Schuss ebenso nicht ins Tor, wie der Schuss von Moses Lamidis. In der Nachspielzeit hatten wir noch Glück, dass unser Bester Logan Bailly den dritten Berliner Treffer durch Domovchyski verhinderte. Dann war das Spiel beendet.

Fazit: Dies war ein glücklicher Sieg der Gastgeber und wir gingen wieder leer aus.

Bei Treffer für den Hauptstadtklub läuft Jubel vom Tonband.

Man ist dies peinlich.

Unsere Fohlen hatten in der zweiten Hälfte toll gespielt, konnten aber leider kein Tor aus dem Spiel heraus erzielen. Die gezeigten Leistungen geben aber weiterhin Mut, die Mission „Klassenerhalt“ zu schaffen. Die „rote Laterne“ bleibt weiter in unserer Hand.

Mit der S-Bahn ging es zurück zum Spree-Eck. Die Bahn war vollgestopft und nur die Borussen feierten und sangen Lieder. Man hätte annehmen können, die Herthaner waren die Verlierer, aber ohne Text aus dem Lautsprecher geht bei denen wohl nichts. An der Jungfernheide angekommen, machten sich einige auf den Weg nach Hause, ins Spree-Eck oder in ihre Unterkünfte. Am Spree-Eck parkte sich kurz vor unserer Abfahrt ein grün-weißer „Partybus“ ein. In Berlin scheint man nichts von Deeskalation zu wissen. Eine relativ kurze Invasion war für einige schon vor der Tagesschau beendet.

BILDER

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. August 2012 um 19:48 Uhr
 
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