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Invasion in Hannover (14.09.2008) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Sonntag, den 14. September 2008 um 12:36 Uhr

Zur ersten Invasion mit dem Bus in Liga 1 machten sich 22 Freunde der einzig wahren Borussia auf den Weg in die ehemalige preußische Provinzhauptstadt der Provinz Hannover.


Die Stadt an der Leine hat wahrscheinlich seine Namensgebung von Honovere=Hohes Ufer. In den Hildesheimer Miracula Sancti Bernwardi wurde der Marktflecken vicus Hanovere erstmals um 1150 erwähnt und 1241 bestätigte Otto das Kind, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, das Stadtrecht. Hannover war im zweiten Weltkrieg ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und durch seine ortsansässigen Rüstungsbetriebe Zielscheibe vieler Luftangriffe. Dabei wurde auch das Schloss Herrenhausen zerstört und später nicht wieder aufgebaut. Erhalten blieb aber der Große Garten. Dieser zählt zu den bedeutendsten Barockgärten Europas, ist Teil der Herrenhäuser Gärten und erfreut sich durch seiner Gestaltung und der vielen Wasserspiele einer großen Beliebtheit.

Dafür war aber keine Zeit, denn man wollte in die Nähe einer künstlich geschaffenen Wasserfläche- dem Maschsee, dem blauen Auge von Hannover, in dessen Nähe die „Roten“ in der AWD-Arena ihre Heimspiele austragen. Bevor der Gästestehblock betreten wurde, war noch genügend Zeit, sich mit Freunden im Biergarten des Waterloo zu treffen. Pünktlich zum Spiel waren alle im Block verteilt und die Vorfreude auf die ersten Auswärtspunkte wurden größer, denn schließlich war Hannover das Tabellenschlußlicht mit Null Punkten und noch keinem erzielten Treffer-was sollte da schon schief gehen. So wurde die kleine Fanclubfahne angebracht und mit Gesang die Fohlen auf den Platz begrüßt.

Zum Spiel: Unser Trainer Jos Luhukay veränderte die Startformation gegenüber dem Heimspielsieg gegen Bremen nicht, aber er stellte von der Dreierabwehr auf die Viererabwehr um. Das Spiel begann ausgeglichen, Hannover war bemüht und deren Unsicherheit im Spielaufbau spürbar. Bereits nach der ersten Viertelstunde musste Patrick Paauwe wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden und für ihn kam Soumaila Coulibaly. Kurz darauf hatte Marko Marin die erste Chance im Spiel. Er rutschte in den Ball, aber kam nicht an Hannovers Torwart Enke vorbei. Das Spiel plätscherte vor sich hin, die „Roten“ schienen nicht zu können und die Fohlen nicht zu wollen. Bei einem der wenigen Angriffe der „Roten“ nutzte Ex-Borusse Forsell die Situation aus und bekam nach der Berührung mit Alexander Baumjohann den Elfmeter. Der Block fand diese Entscheidung zu hart, aber machen konnte er nichts. Huszti nahm sich die Pille und Christofer Heimeroth konnte den Schuss abwehren. Der Block lag sich in den Armen und träumte von den ersten Auswärtspunkten. Leider platzte dieser wenig später, als Bruggink irgendwie den Ball zu Huszti bekam und dieser fast von derselben Stelle aus ins Tor traf. Unsere Fohlen schienen jetzt erwacht und hatten fast den Ausgleich auf dem Schuh als Karim Matmour knapp ans Außennetz schoss. Danach hatte Marko Marin noch ein paar gute Szenen, jedoch eine Torchance kam nicht zustande.

Unsere Abwehr fing an zu wackeln und die Gastgeber kamen immer wieder gefährlich vors Tor. Als alle mit der knappen Führung bis zur Halbzeit rechneten, schlug Ex-Borusse Schlaudraff zu. Bei einem Konter merkte er, das Christofer Heimeroth zu weit vor seinem Tor stand und spielte nicht seinen besser stehenden Mitspieler an sondern lupfte den Ball ins Tor. Sollten wir wieder ein dankbarer Aufbaugegner für Hannover werden? Mit dem Ergebnis ging es in die Pause. Beide Mannschaften blieben unverändert und wer auf eine Aufholjagd unserer Fohlen gehofft hatte, wurde enttäuscht. Kurz nach Wiederanpfiff spekulierte Roel Brouwers auf Abseits. Der Schiedsrichter Markus Schmidt entschied aber nicht so und so lief Forsell Richtung Gästetor. Aber anstatt selbst den Treffer zu markieren legte er auf den mitgelaufenen Huszti ab und der bedankte sich mit seinem zweiten Treffer. Damit waren die ersten Auswärtspunkte in weite Ferne gerutscht. Es kam zwar noch einmal Hoffnung auf, als Alexander Baumjohann auf Rob Friend spielte und dieser den ersten Auswärtstreffer in Liga 1 schoss, aber danach war meist an der Hannovers Strafraumgrenze Schluss. Der Gastgeber wartete jetzt auf Konter und einen dieser schloss Schlaudraff, nach einem ähnlichen Sololauf wie 2 Wochen zuvor Alex Baumjohann, mit einem Treffer ab. Unsere Abwehr machte dabei keine gute Figur. Mikael Forsell ließ wenig später nur das Aluminium erzittern und kam auch noch zu seinem Treffer, als angeblich Filip Daems Huszti gefoult hatte. Diese zweifelhafte Entscheidung nutzte Forsell vom Punkt aus und traf zum glücklichen Endstand.

Fazit: Irgendwie scheint auch diese Fohlenelf da weiter zu machen, wo andere aufgehört hatten.

Wieder halfen wir einer schwachen Mannschaft mit einer durchschnittlichen Leistung zum Erfolg. Hannover hat in 3 Spielen nicht einmal getroffen, aber 5 Tore kassiert und in diesem Spiel dank unparteiischer Hilfe treffen sie gleich 5-mal. Nachvollziehen und ändern kann man dies leider nicht mehr. Enttäuscht ging es zum Bus und ohne Probleme erreichten alle am selben Tag noch ihre Heimat oder machten sich dann noch auf den Weg zu ihrer Arbeitsstelle.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. August 2012 um 19:19 Uhr
 
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