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Invasion in Hoffenheim (23.08.2008) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Samstag, den 23. August 2008 um 12:38 Uhr

Die kleine Abordnung von 2 Missionaren und 4 Freunden startete zur Invasion aus unterschiedlichen Richtungen.

Da das neue Hoffenheimer Stadion noch nicht fertig ist und auf dem Sportplatz in Hoffenheim keine 1. Bundesligaspiele stattfinden dürfen, war der Austragungsort Mannheim und nicht das Dorf von Mäzen Dietmar Hopp. Ja, auch Mannheim (= Heim des Manno - vermutlich Kurzform für Hartmann oder Hermann) war einmal ein Dorf und wurde im Codex Laureshamensis (der Urkundensammlung des Klosters Lorsch) erstmals im Jahr 766 urkundlich erwähnt. Das Stadtrecht bekam Mannheim erst im Jahr 1607, nachdem der Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt wurde. Aus der Planung heraus entstand die hufeisenförmige Innenstadt, die gitterförmig in rechtwinkligen Häuserblöcken zwischen Rhein und Neckar angelegt und auch als Quadratestadt oder „Mannheimer Quadrate“ bekannt ist. In diesem Bereich tragen die Straßen keine Namen, sondern eine Kombination von Buchstabe und Zahl. Die Universitätsstadt Mannheim ist die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs und im Carl-Benz-Stadion trägt die TSG Hoffenheim einen Teil seiner Heimspiele aus.

In diesem Stadion stand nach 18 Jahre wieder ein 1.Bundesligaspiel an, aber bevor es soweit war, musste man als Gästefan ersteinmal das 12 000 Zuschauer fassende Rhein-Neckar-Stadion des VfR Mannheim umrunden. Beide Vereine spielten letzte Saison in der Oberliga Baden- Württemberg, wobei der SV Waldhof Mannheim den Aufstieg schaffte und diese Saison in der Regionalliga Süd spielt. Im Stadion dann rechtzeitig das Banner platziert, den Versorgungsstand aufgesucht, im vollen Stehblock einen Platz hinter einem Pfeiler der Dachkonstruktion eingenommen und mit gemischten Gefühlen auf den Anpfiff gewartet.

Zum Spiel: Unser Trainer Jos Luhukay veränderte die Startformation gegenüber dem Heimspiel gegen Stuttgart gleich auf 4 Positionen. So durften Tobias Levels, Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Sebastian Svärd und Roberto Colautti für Marcel Ndjeng, Roel Brouwers, Patrick Paauwe und Rob Friend spielen. Beiden Aufsteiger spielten locker nach vorn, wobei unsere Fohlen die Hoffenheimer schon zeitig in deren eigener Hälfte störten. Unser Neuzugang Karim Matmour versuchte sich aus der Distanz und prüfte Hoffenheims Torhüter Özcan. Das Spiel wirkte spritzig und fand meist im Mittelfeld statt, wobei jeder auf einen Fehler des anderen wartete. Der Gastgeber hatte die eine oder andere Halbchance, die aber entweder von unserem Christofer Heimeroth problemlos gehalten werden konnten oder doch mit Abstand am Tor vorbei segelten. Leider spielten unsere Fohlen den Ball oft lang und hoch in den Hoffenheimer Strafraum, jedoch fing der Ex-Borusse Marvin Compper diese Bälle meist vor Roberto Colautti ab. Einen Schuss von Ba konnte dann Christofer Heimeroth zur Ecke klären. Die anschließende Ecke konnte zwar Nilsson per Kopf erreichen, doch stellte dieser unseren Torhüter vor keine Probleme. Wenig später stockte allen Borussen der Atem. Unsere Fohlen waren gemächlich im Spielaufbau als Patrick Paauwe die Pille nicht mit seiner Sohle, wie gedacht, annahm, sondern durchließ. Darauf schien der teuerste Zweitligaeinkauf nur gelauert zu haben und sicherte sich die Kugel. Passte dann weiter auf Ibisevic und dieser ließ unseren Torwart keine Chance. Wieder aus dem Nichts ein Rückstand. Danach wollten zwar beide Mannschaften noch ein Tor erzielen, jedoch ergaben sich kaum Chancen und so ging es mit dem einen Treffer in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte startete die TSG mit einer guten Chance für Ba. Dann trauten alle Borussen ihre Augen nicht, als ein Spieler der TSG Roberto Colautti kurz vor dem Strafraum zu Fall brachte. Kaum einer zweifelte an der kirschfarbenen Karte aus Schiedsrichter Kinhöfers Gesäßtasche, nur nahm er nicht diese und zeigte nur milde die gelbe Karte. Der anschließende Freistoß von Marko Marin flog weit am Özcan-Kasten vorbei und bei vielen anderen Versuchen wirkte er auch recht Müde. Irgendwie schien er gedanklich nicht bei der Sache zu sein, vielleicht war er noch beim DFBLänderspiel. Unser Trainer brachte Rob Friend und Oliver Neuville für Sascha Rösler und Roberto Colautti. Unser Offensivspiel wurde zwar besser, jedoch gab es keine echte Torchance. Dagegen nutzten die Hoffenheimer die freien Räume geschickt aus und so musste sich unser Torwart Christofer Heimeroth des Öfteren auszeichnen. Teilweise luden unsere Fohlen den Gegner aber auch ein. So passte ein Spieler unbedrängt die Pille direkt vor die Füße von Ibisevic. Seinem Unvermögen und dem Einsatz mehrerer Borussen war es zu verdanken, dass nicht der zweite Treffer für den Gastgeber fiel. Unsere Fohlen spielten zwar nach vorn, aber es folgten weitere Chancen für die TSG. So lief Ba alleine auf Christofer Heimeroth zu, zum Glück schoss er die Pille direkt auf unseren Tormann. Kurz darauf köpfte Nilsson nach einem Freistoß den Ball ans Aluminium. Es folgten noch einige Chancen, jedoch war keine für unsere Mannschaft dabei. Da unsere Borussen sich keine Torchance erarbeiteten, waren wir mit dem einen Gegentreffer noch gut bedient.

Fazit: Ein schönes Fußballstadion hat der SV Waldhof Mannheim.

Leider brachte es uns kein Glück und so führte ein kleiner Fehler zur Niederlage. Aber was dort abgeht, sucht seines Gleichen. Da fordert der Stadionsprecher zum Anfeuern der TSG die Mannheimer auf und dann gibt er den Hinweis, dass nach dem Spiel die Mannschaft zur HUMBA nicht aufsteht, wenn nicht alle im Block sich hingesetzt haben. Man war dies lächerlich und lustig zugleich.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. August 2012 um 19:18 Uhr
 
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