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Invasion in Dortmund (12.12.2008) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: B-M   
Freitag, den 12. Dezember 2008 um 12:40 Uhr

Die Invasion in die größte Stadt des Ruhrgebiets am letzten Spieltag des Jahres 2008 wollten sich etwa 30 Missionare, Starke Sachsen, Brunswiek-Fohlen und Borussenfreunde nicht entgehen lassen und so startete der Bus Freitag früh gegen 10 Uhr im Süden Sachsen-Anhalts.


Entlang der Fahrtstrecke wurden die Fahrtteilnehmer eingesammelt und mit genügend Gerstensaft diverse Lieder gesungen. Es ging nach Dortmund, in die Stadt, die am westfälischen Hellweg liegt. Dies war die Bezeichnung für eine wichtige Durchgangsstraße für den Fernhandel im Mittelalter. Bereits um etwa 880 wurde die Stadt als Schlundberg (altsächsisch) erwähnt und erhielt im Jahre 1293 das Braurecht. Heute beginnt im Hafen der ehemaligen Hansestadt der Dortmund-Ems-Kanal. Man war aber nicht dorthin unterwegs, sondern wollte sich der „gelben Wand“ gegenüberstellen. Bevor dies geschah, wartete man mit Bier und Glühwein an der Reithalle noch auf Missionare und Freunde um dann gemeinsam die einzig wahre Borussia anzufeuern.

Zum Spiel: Unser Trainer Hans Meyer musste durch die Gelbsperre von Filip Daems auch im letzten Spiel vor der Winterpause die Mannschaft umstellen. Unsere Mannschaft stand mit einer „Fünferkette“ auf dem Platz und wollte so wohl dem angesagten Sturmlauf der Dortmunder entgegen treten. Das Spiel gestaltete sich ausgeglichen und zwingende Torchancen blieben aus. Beide Mannschaften hatten ein paar Chancen durch Kopfbälle, die unplatziert und harmlos waren. Wie aus dem nichts erfolgte der erste Treffer dieser Begegnung. Nach einem Handspiel von Tinga, welches nicht gepfiffen wurde, köpfte Steve Gohouri eine weite Flanke in unseren Strafraum direkt in die Arme von Zidan. Sein Distanzschuß außerhalb des Sechzehners flog über unseren Torwart Christofer Heimeroth hinweg ins Tor. Unser Block war fassungslos. Die erste Chance im Spiel und wir lagen wieder zurück. Das Spiel wurde mit jeder Minute härter und obwohl unser Torwart eher am Ball war, zog der Dortmunder Hajnal voll durch. Für diese Tat bekam er die gelb-rote Ampelkarte. Die blutende Wunde unseres Torwarts musste geklammert werden.

Nach dieser Aktion wurde leider kein Fußball mehr gespielt, sondern ein Foul folgte dem Nächsten. Es hätten noch weitere gelbe Karten folgen müssen, jedoch ließ Schiedsrichter Knut Kircher nach dem Platzverweis vieles durchgehen. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätte der Dortmunder Blaszczykowski (=Kuba) mit tiefroter Karte vom Platz fliegen müssen, als er unseren 18-jährigen Spieler Tony Jantschke böse mit dem Ellenbogen umgehauen hatte. Zum Entsetzen des Blocks gab es nur die gelbe Karte. Tony musste sofort ins Krankenhaus und zum Glück war es nicht, wie erst vermutet, ein gebrochenes Jochbein. Dann war der erste Durchgang beendet. Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchten unsere Fohlen, die nun tief in der eigenen Hälfte stehenden Dortmunder, unter Druck zu setzen. Leider kamen sie nicht gefährlich vor den Kasten von Weidenfeller um eine Chance herauszuarbeiten. Dafür nutzten die Gastgeber ihre bis dahin einzige Torchance zum zweiten Treffer aus. Der nicht runter gestellte Kuba lief einen Konter entlang der Seitenlinie, passte zu unserem Entsetzen die Pille an drei Gladbachern vorbei zu dem in der Mitte frei stehenden Sahin. Dieser nutzte die zweite Chance und traf ins Tor. Harmlose Dortmunder machen aus zwei Chancen auch noch zwei Treffer. Der Block war wie gelähmt. Wir hatten einen Spieler mehr auf dem Spielfeld, erarbeiten uns keine Torchance und bekommen noch den Gegentreffer. Was ist das nur für eine Mannschaft? Es folgte ein Kopfball von Rob Friend nach Flanke von Karim Matmour. Weidenfeller konnte diesen leider parieren. Etwa 10 Minuten vor Spielende nahm Johannes van den Bergh seinen Mut zusammen und trat Volley gegen eine Kopfballabwehr von Tinga. Sein schöner Anschlusstreffer ließ noch einmal etwas Hoffnung aufkommen. Unsere Fohlen waren zwar bemüht, den Ausgleich zu erzielen, jedoch kam bis zum Schlusspfiff keine Chance mehr heraus. Nach dem Spiel kam Steve Gohouri in Richtung unseres Blocks und machte das Wechselzeichen. Was er damit meinte, wäre reine Spekulation. Wir werden sehen.

Fazit: Es gab Zeiten, da war die einzig wahre Borussia der Angstgegner der Dortmunder. Dies ist schon lange her und eine Besserung scheint nicht in Sicht.

Der BVB blieb zum achten Mal in Folge zu Hause gegen uns ungeschlagen. Hoffentlich bringt die „rote Laterne“ über der anstehenden Winterpause einige Leistungssteigerungen, sonst sieht es für die kommende Rückrunde für uns sehr düster aus. Alle fanden irgendwann den Weg zum Bus und nach einer doch längeren Wartezeit konnte die Heimreise eine halbe Stunde vor Mitternacht starten. Ein geschütteltes Fass sorgte noch für Aufregung und schnelles Handeln. Daran hätten sich heute einige Spieler ein Beispiel nehmen sollen. Die Stimmung war am Tiefpunkt und so ging es geruhsam durch die Nacht. Weit nach Sonnenaufgang kamen die letzten Mitfahrer zu Hause an. Die letzte Fahrt im Jahr 2008 war am 13.12. zu Ende. Allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. August 2012 um 19:23 Uhr
 
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